Banana-Pancake-Pfad

Auf dem Banana Pancake Pfad 20 - zurück in Deutschland: Ist es doch am schönsten?

sueddeutsche.de meldet:
Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

Sechs Wochen bist du nun schon wieder hier. Du vermisst die Sonne, die Leichtigkeit, das Neue. Bei jedem Telefonat fragen dich deine Eltern: „Wann fängst du an zu studieren?“ Wenn ich Lust habe, antwortest du, schließlich hast du ein Jahr lang nur getan, wozu du Lust hattest und so warst du glücklich. „Und was machst du jetzt?“, fragen dich deine Freunde. Sie studieren seit zwei Semestern Jura, Soziologie und Maschinenbau oder bewerben sich auf Film- und Journalistenschulen. „Erstmal nichts“, sagst du, „Muss man denn immer etwas machen?“ Ja, man muss. Weil es eben nicht der Normalzustand ist, ein Jahr in Dritte-Welt-Ländern von 20 Euro am Tag zu leben. Weil kein Mensch glücklich wird ohne Herausforderungen. Weil niemand frei ist, der auf Dauer in einer Hängematte liegt und Gras raucht. Aber das weißt du in diesem Moment noch nicht.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/507440


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Auf dem Banana Pancake Pfad 19: die armen Kinder von Granada

sueddeutsche.de meldet:
Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

Das mit dem Elend auf Reisen ist scheiße. Diese ganze Armut um einen herum, die Bettler mit ihrem Stümpfen, die Kinder mit den großen Augen, die alten Frauen mit ihren Tumoren, all das kann wirklich schlechte Laune machen. "Ich hasse Arme", sagte John, der Holländer, und wir stießen unsere Heineken-Flaschen aneinander. Wir hatten Huhn und Reis mit Bohnen bestellt. Reis mit Bohnen kann man in Mittelamerika übrigens nicht entkommen.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/506523


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Auf dem Banana Pancake Pfad 18: Warum man nicht zweimal an denselben Ort fahren sollte

sueddeutsche.de meldet:
Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

Beim zweiten Mal kann man nur verlieren. Der paradiesische Zustand, den man einmal erlebt hat, wird im Gehirn abgespeichert, eingebrannt wie eine Kindheitserinnerung und er dient fortan als Maßstab für jede weitere Erfahrung. Beim zweiten oder dritten Besuch scannt man den Ort nach dem ab, was man wieder sehen und spüren will. Für neue Eindrücke ist kein Platz mehr, aber genau, die waren es, die den Ort damals so besonders gemacht haben. In der Zwischenzeit hat man die Erinnerung außerdem verklärt und sie noch schöner gemacht, als sie tatsächlich war
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/506152


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Byron Bay - Australien: Rebirther und andere peacige Leute - ein Reisebericht

welt.de meldet:
Es war eine knappe Entscheidung, zugegeben. Beinahe hätten wir Byron Bay gar nicht zu sehen bekommen. „Müssen wir da wirklich hin?“, hatte ich meine Frau gefragt, in einem Ton, als sei schon die Möglichkeit eines kurzen Abstechers an den berühmten Badeort zwischen Sydney und Brisbane ein Zeichen geistiger Verelendung: „Das ist die Kapitale des Mummenschanzes, da wirst du nur Hippies, Surfer und Sternchengucker treffen. Du wirst es hassen!“
Quelle: http://www.welt.de/reise/article7991543/Rebirther-und-andere-peacige-Leu...


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Auf dem Banana Pancake Pfad 17: Je länger, desto cooler

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Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

Den Urlauber empfindet der Backpacker als Parasit, als Nutznießer und als Pseudo, der mal schnell für zwei, drei Wochen einen Hauch der großen Freiheit schnuppern will, um dann damit daheim angeben zu können, auch mal in einem „Backpackerland“ gewesen zu sein. Der Backpacker ist der Meinung, der Urlauber störe und zerstöre mit seinem Kurztrip die Infrarstruktur des Banana-Pancake-Pfads. Der Urlauber nämlich macht mit seinem ungleich höherem Budget die Preise kaputt, er fällt auf die billigsten Tricks herein und gibt bettelnden Kindern Geld.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/504795


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Auf dem Banana Pancake Pfad 16: Zusammen einsam

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Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

James war frei. Er lief über den Strand, sprang hin und wieder wie ein Kaninchen, Haken schlagend in die Höhe, während er mit den Händen das blaue Buch zerriss. „Ich brauch es nicht, ich bin frei, ihr braucht es alle nicht!“ Er lief und riss und riss und lief, bis das Rauschen der Wellen seine grelle Stimme verschluckte und die dünnen Seiten des Lonely Planets „Central America on a shoestring“ vom Wind auf den Pazifik hinausgetrieben worden waren. Jurek und ich baumelten weiter in unserer Hängematte.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/503631


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Auf dem Banana-Pancake-Pfad 15: Wer ist Mohammed?

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Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

Anschließend erschien ein freundlicher, älterer Herr, der sich mir als „Patron“ des Busbahnhofs vorstellte. Er sagte in einem Spanisch-Französisch-Kauderwelsch, dass er mich gesehen hätte, wie ich mit Mohammed Haschisch geraucht hätte. Ich sagte, dass das nicht sein kann, weil ich Mohammed gar nicht kenne. Dann fragte er mich, ob ich damit sagen will, Mohammed sei ein Lügner. „Auf keinen Fall“, beteuerte ich, „ich kenne bloß keinen Mohammed.“ Das sei jetzt auch egal, meinte der Chef des Busbahnhofs. Auf jeden Fall müsse ich eine Sicherheitsgebühr entrichten, sonst müsse er der Polizei erzählen, dass ich mit Mohammed Haschisch geraucht habe.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/503133


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Auf dem Banana-Pancake-Pfad 14: Das "Been there done that"-Prinzip

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Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

„Been there done that“-Typen reisen nicht mehr um des Reisens willen, sondern um eine Liste abzuhaken. Die Fülle der Möglichkeiten eines Landes erschlägt sie und die einzige Möglichkeit, sich durch diesen Dschungel von Tempeln, Floßfahrten, Dschungeltouren und Kamelritten zu schlagen, ist das Anfertigen einer Liste. Die Liste strukturiert die Reise, sie wird greifbar, planbar und vor allem später erzählbar. Man muss kein Zen-Buddhist sein, um zu kapieren, dass das nicht funktioniert. Die Chancen einer langen Reise, sich von Erwartungen frei zu machen, Dinge passieren zu lassen, etwas zu erleben, das im Alltag zuhause nicht möglich wäre, verfallen ungenutzt.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/502549


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Auf dem Banana-Pancake-Pfad 13: Paare auf Reisen

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Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

Auf Reisen währt ein Burgfrieden zwischen den Geschlechtern. Gemeinsame Feinde in Form von korrupten Grenzbeamten, Abzockern und Italienern, die jede Nacht bis 3 Uhr am Strand grölen und dem Paar den Schlaf rauben, schweißen zusammen. Abgrenzung nach außen verstärkt den Zusammenhalt im Inneren. Das ist für den, der alleine reist, doof, nicht aber für das Paar. Das nämlich erlebt Flitterwochen und Abenteuerurlaub in einem.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/502182


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Auf dem Banana-Pancake-Pfad 12: Billigheimer

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Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den „Banana-Pancake-Pfad“. Weil alle, die auf ihm unterwegs sind, etwas gemeinsam haben.

Backpacker sind Billigheimer. Sie müssen es sein, aber sie wollen es auch sein. Für die wohlhabenden Mittelschichtskinder des Westens auf Stippvisite in der Armut ist die Pfennigfuchserei eine selbstauferlegte Kasteiung. Genugtuung entsteht allein daraus, am Tag einen möglichst niedrigen Betrag zu verbrauchen. Sätze wie „My budget is ten Euro a day!“ werden mit Inbrunst und Stolz vorgetragen, und antwortet das Gegenüber mit „Mine is 50 Euro a day“, hat es sich als versnobtes Weichei geoutet, das keine Ahnung vom wirklichen Leben in diesem Land hat.
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/501793


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