Blog: "Vorverurteilung " durch Journalisten
Schluck... Die Berliner Umschau bringt auf der Frontpage:
Zitat: "Panorama: Mehr und mehr Überfälle der Faschisten auf wehrlose Bürger. Die Polizei stellt sich ahnungslos – die NZZ sagt „angeblich"
Der Journalist Karl Weiss meint weiter:
"Ein neuer Fall aus der Reihe von Überfällen von Faschisten auf harmlose und wehrlose Bürger erschüttert im Moment die Schlagzeilen hier in Brasilien. Nur fand dieser Überfall nicht in Brasilien statt (im Gegenteil, hier treten Skinheads so gut wie nicht in Erscheinung), sondern in der Schweiz. Die Brasilianerin Paula Oliveira, 26 Jahre, ist Rechtsanwältin und arbeitete in der Schweiz bei einer internationalen Firma mit Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. An einem Bahnhof in einem Randgebiet von Zürich wurden drei Skin-Heads auf sie aufmerksam. "
Quelle: http://www.berlinerumschau.com/index.php...
Nun, ich arbeite in unmittelbarer Nähe des besagten Bahnhofs und habe noch nie Faschisten, Neonazis oder Rechtsradikale dort wahrgenommen. Die "platte" Übernahme von "Headlines" - ungeprüft und nicht selbst recherchiert - in den Medien, von Journalisten, überrascht mich immer wieder...
NZZ meldet: 13. Februar 2009, 17:09
Zitat: "Die Zeichen verdichten sich, dass die 26-jährige Brasilianerin, die beim Zürcher Bahnhof Stettbach angeblich von Rechtsradikalen überfallen worden ist, den Ermittlungsbehörden eine falsche Geschichte aufgetischt hat. Sie kann laut den Ermittlungsbehörden keinen Abort erlitten haben, weil sie nicht schwanger war. Auch habe sie sich die Schnittverletzungen wahrscheinlich selbst zugefügt."
Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/br...
wiki:
"Es findet keine Vorverurteilung statt (Mutmaßung), somit gilt bis zur rechtskräftigen Verurteilung die Maßgabe der Unschuldsvermutung. Hierbei sind rechtsstaatliche Prinzipien und Geltendes Recht anzuwenden."
http://de.wikipedia.org/wiki/Strafverfol...
Medienmitteilung vom 13:02:2009 14:01
Ungeklärter Vorfall am Bahnhof Stettbach - Zeugenaufruf
Erste Untersuchungsergebnisse der Polizei und des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich zum ungeklärten Vorfall am Bahnhof Stettbach.
Wie gemeldet wurde am Montagabend, 9. Februar 2009, eine Streifenwagenbesatzung der Stadtpolizei Zürich zum Bahnhof Stettbach gerufen, wo sie eine 26-jährige Brasilianerin mit diversen oberflächlichen Schnittverletzungen antraf. Die Frau erklärte den Polizisten, dass sie von drei Männern angegangen und mit einem Messer verletzt worden sei. Im Weiteren erklärte sie, dass sie im dritten Monat schwanger gewesen sei und die ungeborenen Zwillinge in der Bahnhofstoilette verloren habe. Die Umstände, die zu diesen Verletzungen geführt hatten, sind nach wie vor unklar. Die intensiven und umfassenden Ermittlungen der Stadtpolizei und des Instituts für Rechtsmedizin gehen unvermindert weiter. In der Zwischenzeit liegen erste polizeiliche und medizinische Erkenntnisse vor. Spezialistinnen --- und Spezialisten der Stadtpolizei konnten inzwischen die betroffene Frau und weitere Personen ausführlich befragen. Aus Persönlichkeitsschutzgründen und aus ermittlungstaktischen Gründen werden über die Ergebnisse dieser Befragungen keine Auskünfte erteilt. --- Spezialisten des Wissenschaftlichen Dienstes der Stadtpolizei sowie Kriminaltechniker der Kantonspolizei Zürich haben am Montagabend, 9. Februar 2009, diverse Spuren gesichert. Die Auswertungen sind im Gange und es stehen noch weitere kriminaltechnische Abklärungen aus. --- Im Zuge der ersten Nahbereichsfahndung wurden am Montagabend in Zürich- Schwamendingen drei Männer von der Stadtpolizei überprüft. Bei der Kontrolle der Männer ergab sich kein dringender Tatverdacht, der eine Festnahme gerechtfertigt hätte. Die medizinischen Abklärungen des Instituts für Rechtsmedizin und des Universitätsspitals Zürich haben ergeben, dass die 26-jährige Frau zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht schwanger war. Die Abklärungen hinsichtlich der Schnittverletzungen sind noch nicht definitiv abgeschlossen. Das Institut für Rechtsmedizin klärt nun unter Einbezug der bis jetzt vorliegenden und noch ausstehenden Ermittlungsergebnissen ab, ob aufgrund des Verletzungsmusters aus rechtsmedizinischer Sicht von Fremd- oder Selbstbeibringung auszugehen ist. --- Es ist nicht damit zu rechnen, dass die aufwändigen Ermittlungen in den nächsten Tagen abgeschlossen werden können. Dementsprechend werden zur Zeit auch keine weitergehenden Aussagen gemacht. --- Die 26-jährige Frau befindet sich in Spitalpflege. Inzwischen sind auch Angehörige aus Brasilien eingetroffen und kümmern sich um sie. Die Stadtpolizei sucht nach wie vor Zeugen. Personen, welche am Montagabend, 9. Februar 2009, ca. 19.30 Uhr beim Bahnhof Stettbach Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Zürich ( 0 444 117 117 ) oder bei jeder anderen Polizeidienstelle zu melden.
Stadtpolizei Zürich
Infostelle
Marco Cortesi, 0041 44 411 91 11
Quelle: http://www.stapo-content.ch/artikel.php?...
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