Reis-Ristorante - Aufs Korn genommen

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Im Restaurant „La Torre“ im italienischen Veneto dreht sich alles um den berühmten runden Risotto-Reis.

Südlich von Verona in üppigen, grünen Reisfeldern liegt die sehenswerte historische Riseria Ferron. Der charismatische Gabriele Ferron, der gemeinsam mit seinem Bruder in der 4. Generation die weltweit berühmte Reismühle führt, ist ein leidenschaftlicher Koch. Deshalb erfüllte er sich vor einigen Jahren seinen Traum und eröffnete ein Ristorante der besonderen Art: Von Antipasti bis zum Dessert dreht sich im „La Torre“ in Isola della Scala alles um Riso. Wer glaubt, das sei langweilig, der irrt. Sogar Reishasser hat der kreative Gabriele mit den üppigen dunklen Locken bereits bekehrt: „Dann essen Sie eben eine Polenta aus Reismehl!“, schlägt er vor. „Dazu servieren wir je nach Jahreszeit gebratene Pilze, zart geschmolzenen Taleggio, Gorgonzola oder hauchdünnen Lardo di Montagna“ (einen besonders fetten, gereiften Speck, Anm. d. Red.), und bereits beim Erklären läuft ihm (und mir) das Wasser im Mund zusammen.

Echte Risotto-Freaks kommen voll auf ihre Kosten. Am besten man ordert eine „Degustazione di tre risotti“, bei der im Herbst keinesfalls das Risotto mit Amaronewein und Risotto porcini (mit Steinpilzen) fehlen darf. Neugierige Genießer sollten unbedingt Ferrons Kreation aus Riso venere verkosten, eine Hybridpflanze der großen Reisfamilie Japonica, aus der im Jahr 1470 die typischen italienischen Reissorten entstanden sind. Die tiefschwarzen kleinen Körner benötigen eine Garzeit von mindestens 45 Min. und verbreiten beim Kochen einen Duft, der an Sandelholz und Brotkrume erinnert. Ferron hat speziell für diesen Reis ein köstliches Rezept entwickelt: Er verfeinert ihn mit gegartem Hähnchenfleisch, Krabben und Ananas.

Auch die Süßschnäbel hat der pfiffige Koch nicht vergessen. Wie wär’s mit einer verführerischen Torta di Riso? Normalerweise müsste man denken, dass die armen Köche im „La Torre“ vom vielen Rühren der Risotti einen „Risotto-Arm“ bekommen. Aber weit gefehlt! „Ich röste den Reis in wenig Olivenöl an, gieße dann mit der doppelten Menge heißer Brühe auf und überlasse dann den Risotto zugedeckt 15 Min. sich selbst. Anschließend verfeinere ich den Risotto je nach Gusto“, fügt Gabriele hinzu. Obwohl im „La Torre“ 250 Personen Risotto schlemmen können, ist es empfehlenswert, vorher zu reservieren, denn die Einheimischen schätzen den biologisch angebauten Reis der Ferrons und die Kochkunst des Besitzers ebenfalls sehr.
Quelle: http://www.abenteuer-reisen.de/reiseziel...

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