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Sonora-Blog: grenzwertige Wohnmobil-erFAHRungen

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Cottonwood Canyonroad in Utah: im trockenen Zustand nur mit SUV oder 4x4 - auf jeden Fall nur mit "high clearance", hoher Bodenfreiheit befahrbar. Bei Regen oder nach dem selbigen selbst mit einem Jeep des öfteren unpassierbar.

In einem "wunderbaren" Reisebericht fanden sich folgende Textpassagen - hier fehlen mir einfach nur die Worte...:

"Einmal kam uns sogar ein Auto entgegen. Das war doch ein gutes Zeichen! Allerdings warnte uns die über unseren Camper auf dieser Straße doch ziemlich erstaunte Dame am Steuer von tiefem Sand 5 Meilen voraus. Sie riet uns, die Stellen zügig zu passieren, um nicht stecken zu bleiben. Gunnar beherzigte diesen Rat, was dem Komfort für uns Mitfahrer jedoch nicht eben förderlich war, denn das Wohnmobil hoppelte und schwankte hin und her."

"Das Inventar schepperte bei jeder Unebenheit und die Verschlüsse der Bierflaschen im Kühlschrank hatten gelitten. Es roch wie in einer Kneipe und im Mobil sah es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, da die Verpackungen und alles, was nicht niet- und nagelfest war durch die Gegend purzelte. Wie durch ein Wunder ging nichts zu Bruch."

"Die arme Heike, die den Platz am Esstisch hatte, wurde allerdings sehr in Mitleidenschaft gezogen. Bei einer rigorosen Bremsung von Gunnar vor einer tiefen Rille in der Straße klappte sie (trotz Bauch-Sicherheitsgurt) wie ein Crash-Test-Dummy um die Tischplatte zusammen."

"Nachdem wir schon ca. 35 Meilen zurückgelegt hatten wand sich die Straße plötzlich einen sehr steilen, sandigen Hang hinauf. Etwas mutlos hielten wir nochmal an und beratschlagten, was zu tun sei. Allerdings ging das sehr schnell, denn die Alternativen waren nicht so üppig: Augen zu und durch oder wenden auf einer engen Straße mit unbefestigten Rändern und 35 Meilen zurück auf der Höllenstraße, um dann doch noch eine riesige Strecke Highway zu bewältigen? Wir stiegen ein, Gunnar setzte sein grimmiges "Ich lass mir doch von einer Straße nicht diktieren, ob ich da fahren kann"-Gesicht auf, dass ich von diversen Urlauben mit ihm kannte, wir anderen hielten uns fest und ab gings mit Karacho den Berg hoch. Ein paarmal wollte das Mobil ausbrechen, aber wie durch ein Wunder schafften wir es bis ganz nach oben, wo der Weg plötzlich wieder sehr viel besser wurde."

"Nach 40 Meilen standen wir vor einem kleinen Fluss, der Wasser führte. Es war unmöglich abzuschätzen, wie tief er war. Das konnte doch wohl nicht sein. Wir waren so weit gekommen und nun das. Aber diesmal half uns der Zufall weiter, gerade als wir durch den Fluss waten wollten, um die Tiefe festzustellen. Ein Geländewagen kam uns entgegen und fuhr ohne zu zögern durch das Wasser. Es reichte gerade mal zur Hälfte der Räder. Überglücklich stiegen wir ein und nutzten die gleiche Stelle für die Durchquerung."

Nachsatz: Das Befahren von unbefestigten Strassen - unpaved, gravel oder dirt roads - wird von den Wohnmobil-Vermietern ausdrücklich untersagt. Nach Lesen dieses Reiseberichtes habe ich teilweise den Eindruck, dass die "Täter" stolz auf Ihre "Leistung" sind: was sind wir doch für tolle Typen: "we survided Cottonwood Canyonroad". Kein weiterer Kommentar - ohne Worte - Klappe zu, Affe tod !
Quelle: http://www.alice-dsl.net/kress/usa2005/06_04.html

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