Afrika/Asien: Vorsicht vor Tollwut!
Auch wenn sich die meisten Fällen in den ländlichen Gebieten von Afrika und Asien ereignen – die Tollwut kommt weltweit vor. Die Gesamtzahl beläuft sich nach Schätzungen der WHO auf rund 55.000. Nahezu 99,9% aller durch Tollwut bedingten humanen Todesfälle werden durch Hunde verursacht. Das Kerngebiet reicht von Indien über China, Myanmar und die Philippinen bis hin zu Russland, der Ukraine und Rumänien.
Erstmalig durch Organspenden sind in Deutschland vor 3 Jahren 6 Patienten mit dem lebensgefährlichen Tollwutvirus infiziert worden. Die Organspenderin hielt sich im Oktober 2004 in Indien auf und wurde Berichten zufolge dort von einem Hund gebissen. Symptome, die auf eine Tollwut hinwiesen, haben bei der Organspenderin, die an einem Herzstillstand verstarb, zum Zeitpunkt des Todes nicht vorgelegen. Ein 23-jähriger Österreicher erkrankte im August 2004 an einer Tollwut, nachdem er in Marokko von einem streunenden Hundewelpen gebissen wurde. Er starb nur wenige Wochen später im September 2004. Kurz zuvor im Mai 2004 verstarb ein 51-jähriger Mann an einer Tollwutinfektion, nachdem er 6 Wochen zuvor von einem 5-monatigen Aufenthalt in Indien nach Deutschland zurückkehrte.
Besonders Reisende in ländliche Regionen mit erhöhtem Tollwutaufkommen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Außerdem beruflich exponierte Personen wie z. B. Tierärzte und –pfleger sowie Touristen mit Freizeitaktivitäten wie Trekking, Fahrradfahren, Camping oder Wandern. Das gilt vor allem bei Ländern wie z.B. Indien und Nepal, in denen es viele streunende Hunde und ein erhöhtes Vorkommen von Hundetollwut gibt. Risikopersonen sollten sich deshalb rechtzeitig vor der Abreise unbedingt von einem Tropenmediziner über eine Impfung beraten lassen.
Grundsätzlich sollten sich Reisende von freilaufenden Tieren (v.a. Hunde und Katzen) fernhalten. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen. Ebenso sollte bedacht werden, dass in vielen tropischen und subtropischen Ländern die medizinische Infrastruktur unterentwickelt ist, so dass im Notfall u.U. nicht die richtigen Medikamente in der erforderlichen Zeit zur Verfügung stehen.
Quelle: http://www.abenteuer-reisen.de/node/16933










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